100 Jahrfeier zum Ende des 1. Weltkrieges ...

Feierlich umrahmt wurde die Zeremonie von der Blaskapelle Niedermirsberg und dem Gesangverein Ebermannstadt. Das besondere Gedenken gilt den Opfern des 1. Weltkrieges. Ein Krieg, der vor 100 Jahren beendet wurde und zu Recht als die Ur-Katastrophe des 20. Jahrhunderts in Europa bezeichnet wird. Von 1914 bis 1918 starben in ganz Europa junge Menschen, die ihr Leben noch vor sich hatten. Ehefrauen verloren ihre Männer, Eltern ihre Söhne, Kinder ihre Väter, Freunde ihre Kameraden, junge Frauen ihre Verlobten.

„Tot ist nur, wer vergessen wird.“

Diese Worte spenden Trost. Sie fordern aber auch auf, uns zu erinnern. Wir dürfen die Toten nicht vergessen. Sie mahnen uns Lebende, dass Sicherheit und Freiheit zerbrechliche Güter sind. Es bedarf unseres Einsatzes und Erinnerns, damit sich die Dramen des 1. und 2. Weltkrieges nicht wiederholen.

Wie wichtig aber auch das Erinnern gemeinsam mit unseren europäischen Nachbarn ist, spüren unsere Bürgermeisterin, Stadträtin Brigitta Dörfler und Stadtrat Richard Wiegärtner bei der Teilnahme an einer Gedenkveranstaltung zur 100 Jahrfeier des Kriegsendes in Chantonnay. Vor 48 Jahren wurde als Folge des deutsch-französischen Freundschaftsvertrages unsere Städtepartnerschaft von zwei Bürgermeistern, die den Zweiten Weltkrieg erleben mussten, besiegelt. Ein bewundernswertes Zeichen bereits zwei Jahrzehnte nach dem Ende dieses Krieges für die Versöhnung zwischen Deutschland und Frankreich.

Friede zwischen Völkern und Nationen ist ein hohes Gut und gerade auch für die Verantwortlichen in Politik und Gesellschaft eine immense Aufgabe. Eine lebendige Partnerschaft, in der zusammen gefeiert und auch getrauert wird, baut Vorurteile ab und ermöglicht persönliche Freundschaften. Wir bedanken uns sehr herzlich bei Herrn Dr. Manfred Franze und Herrn Christian Rösch für die erstellten Gedenkblätter, die vor der Zeremonie an die Besucher verteilt wurden. "Il est plus facile de faire la guerre que la paix.“ „Es ist leichter einen Krieg zu führen als Frieden zu stiften“.

An das Vergangene erinnern, aus der Geschichte lernen, Demokratie schützen, bewahren, sich einzusetzen für Frieden und Freiheit: Das muss unser aller Aufgabe bleiben.

Neue Liste Ebermannstadt

Christiane Meyer, 1. Vorsitzende
Debert 7b, 91320 Ebermannstadt