EBS weiter im Aufwind - eine Zwischenbilanz

Mit Zufriedenheit können Bürgermeisterin Christiane Meyer und die NLE-Stadtratsfraktion auf die ersten 15 Monate der neuen Amtsperiode zurückblicken. Wichtige Vorhaben sind umgesetzt oder stehen vor dem Abschluss, die das Leben in Ebermannstadt über Jahre hinaus prägen werden.

Kinderbetreuung

2021 08 Kita StMarien neue Fassade

Bei einer Baustellenbesichtigung am Familienzentrum Hasenberg zeigte sich: Die Generalsanierung des Kindergartens St. Marien ist auf der Zielgeraden und dürfte bis zum Jahresende abgeschlossen sein. Die Handwerker sind im Zeitplan. Die Kosten bleiben innerhalb des vorgesehenen Rahmens. Die Ausweichquartiere für die Stadtbücherei St. Nikolaus, das Mütterzentrum und den Caritas-Schülerhort haben sich bestens bewährt.

Einzelhandel am Oberen Tor

 2021 08 Einkaufszentrum Oberes Tor

Die beiden Einkaufsmärkte sind eröffnet. Die umfangreiche Begrünung ist angelegt. Die Leerstände auf der gegenüberliegenden Seite sind beseitigt, u.a. durch die Eröffnung eines neuen Cafés. Ebermannstadt bleibt ein wichtiger Einzelhandelsstandort mit einer breiten Palette von Einkaufsmöglichkeiten und Dienstleistungen.

Bauleitplanung Debert II

2021 08 Baugebiet Debert II

Der Grunderwerb ist abgeschlossen. Nach der Aufstellung des Bebauungsplans geht es jetzt an die Erschließung des neuen Baugebiets.  Am 15. Juli hat der Stadtrat eine erfahrene Fachfirma mit der Organisation und Finanzierung beauftragt. Für das familienbezogene Baulandmodell hat der Stadtrat am 19. Juli die Vergabekriterien beschlossen. Im Rahmen eines Punktesystems spielen Ortsansässigkeit, Arbeitsplatz  in EBS, aktiver ehrenamtlicher Einsatz eine Rolle aber auch die Zahl der Kinder oder die Pflege von Angehörigen. Vermögens- und Einkommensobergrenzen kommen entsprechend EU-Recht zur Geltung.

Friedhöfe

2021 08 Friedhof EBS Bereich für Grabhüllen 2021 08 Friedhof EBS Gedenkegarten 2 2021 08 Friedhof EBS Wasserstelle Abfallkorb

Bürgermeisterin Christiane Meyer hat das schwierige Thema Friedhöfe angepackt, das in der Vergangenheit immer wieder liegen gelassen wurde. Der Stadtrat hat am 15. Juli die entsprechenden Beschlüsse gefasst.

Gebührenberechnung: Erstmals überhaupt wurde eine Gebührenberechnung auf der Grundlage der tatsächlich entstandenen Kosten angestellt. Dass dafür eine Fachfirma beauftragt werden musste, überrascht bei der Komplexität der Aufgabe nicht.

Friedhofssatzung: Bestattungsformen, Abmessungen und Gestaltung der Gräber und vieles mehr muss geregelt werden. Ziel ist ein vernünftiger Ausgleich zwischen den individuellen Wünschen der Angehörigen und der Notwendigkeit, im öffentlichen Raum ein übergreifendes Gestaltungskonzept einzuhalten. Die Ebermannstädter Friedhofsanlage zum Beispiel steht zwar nicht unter Denkmalschutz. Sie wird aber als schützens-und erhaltenswert eingestuft, und dem soll Rechnung getragen werden. Darüber ist zu berücksichtigen, dass immer häufiger Urnenbestattungen gewünscht werden.

Sanierung des Friedhofs Ebermannstadt: Seit vielen Jahren immer wieder aufgeschoben, wird sie nun doch kommen. Die Vorarbeiten hat ein Friedhofsteam in Zusammenarbeit mit dem Bauamt geleistet, das u.a. von Mitgliedern des Gartenbauvereins aber auch der NLE getragen  wurde. Die Planungen hat die Firma team 4 vorgelegt. Es geht um die Erneuerung der Wege, des Eingangsbereichs, der Haupttreppe. Für „Sternenkinder“ und für mittellos Verstorbene werden eigene Bereiche neu festgelegt. Der kreisförmige „Gedenkegarten“ mit Urnengräbern ist bereits fertig und findet viel Zustimmung.

„Grabhüllen“: Ein geologisches Gutachten hat ergeben: Ein großer Teil des Friedhofs ist so von Hangwasser durchnässt, dass eine Verwesung der beigesetzten Leichname nicht gewährleistet ist. Aus Gründen der Pietät und der Hygiene darf es deshalb in diesen Bereichen grundsätzlich nur noch Urnenbestattungen geben. Die Verwaltung hat aber eine Möglichkeit ausfindig gemacht, um Erdbestattungen dennoch zu erlauben: Das Grab wird mit einer stabilen Kunststoffplane ausgekleidet, die das Wasser fernhält, so dass der natürliche Verwesungsprozess stattfinden kann. Die Leichname werden selbstverständlich in einem ganz normalen Sarg beigesetzt, so dass eine würdevolle Bestattung gesichert ist. Auch hier hat der Stadtrat am 15. Juli zugestimmt.

Breitenbachbrücken

2021 08 Breitenbach Brücken und Anpflanzung

Fast schon selbstverständlich werden die neuen Brücken am Breitenbach genommen. Wer vorbeifährt, kann sich an der schönen Bepflanzung des Fahrbahnrands ebenso erfreuen. Wie an der  naturnahen Gestaltung des Bachbettes. Auch hier hat Christiane Meyer ein Problem angepackt, das seit vielen Jahren bestanden hatte. Durch zähe Verhandlungen mit dem Staatlichen Bauamt Bamberg und der Regierung von Oberfranken und mit Unterstützung des Stadtrats konnte die im letzten Herbst vollendete Lösung gefunden werden, die mit erheblichen Fördermitteln unterstützt wurde.

Klärschlammentsorgung

2021 08 Kläranlage EBS

Ein wichtiges Umweltthema ist fast unbemerkt neu geregelt worden. Der Bau- und Umweltausschuss hat beschlossen, dass ab 1. Januar 2022 kein Klärschlamm mehr auf die Felder der Ebermannstädter Flur ausgebracht wird. Stattdessen wird übergangsweise eine mobile Trocknungsanlage dem Klärschlamm Wasser entziehen. Er kann dann kostengünstiger verbrannt werden, z.B. als Beimischung in Zementwerken. Möglichst bald soll eine eigene ortsfeste Trocknungsanlage gebaut werden. Die Befürchtung, dass Arzneimittelrückstände und Mikroplastik auf den Feldern und schließlich in unserer Nahrung oder im Grundwasser landen, gehört jedenfalls bald der Vergangenheit an.

Ramstertalstraße: Ertüchtigung der Staatsstraße 2086

2021 08 Ramstertalstraße alter Schützenkeller

Planen, entscheiden und bezahlen muss natürlich der bayerische Staat als Baulastträger. Gleichwohl war Bürgermeisterin Christiane Meyer eingebunden in die Bemühungen von Umweltminister Torsten Glauber, eine naturverträgliche Lösung zu finden.

Das Staatlichen Bauamts teilt in einem Schreiben an Bürgermeisterin Christiane Meyer mit: Die 90-Grad-Kurve wird nicht begradigt, obwohl dies nach den Straßenbaurichtlinien eigentlich vorgeschrieben wäre. Was kommt, ist eine Sanierung und Verbreiterung des bestehenden Straßenverlaufs. Wie dies umgesetzt werden kann, wird zurzeit ermittelt.

Das Ganze ist auch eine Bestätigung für unseren NLE-Stadtrat Christian Kiehr, der sich von Anfang an für die Schonung der wertvollen FFH-Gebiete im Ramstertal eingesetzt hat.

Pendler, Transportgewerbe und Ausflügler können sich auf eine Besserung freuen. Der Wermutstropfen: Termine kann das Staatliche Bauamt gegenwärtig noch nicht nennen. Bis zur tatsächlichen Ausführung wird man wohl noch Geduld haben müssen.

Solarpark bei Poxstall – EBS trägt die Energiewende mit.

2021 08 PV Anlage Eschlipp Stadtwerke

Der Bau- und Umweltausschuss hat grünes Licht für ein Vorhaben der Stadtwerke Ebermannstadt gegeben. Auf ca. 19,5 ha soll ein Photovoltaikfeld entstehen, das einmal mehr als 60 Prozent des Ebermannstädter Strombedarfs decken soll. Die Belange von Natur und Umwelt, Landwirtschaft werden durch eine Reihe von Festsetzungen gewahrt.  Auch die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern wird ermöglicht.
Foto: PV-Anlage in Eschlipp

Blick in die Zukunft: Mehrgenerationen-Quartier am Wiesentgarten

2021 08 Blankgelände GenerationenQuarier Wiesentgarten

Betreute Wohngruppen für Seniorinnen und Senioren sowie für Menschen mit Behinderung, ein zweigruppiger Kindergarten, eine zweigruppige Kinderkrippe, das sind die Pläne für das Gelände zwischen dem Wiesentgarten und den Peuntscheunen. Der Eigentümer, Johannes Blank, hat sie im Stadtrat vorgestellt. Dort wurden sie mit Begeisterung aufgenommen und einstimmig gebilligt. Jetzt geht es an die vertiefte Planung, damit die entsprechenden Bauanträge gestellt werden können. Selbstverständlich gibt es dann auch die im Baurecht vorgesehene Beteiligung der Öffentlichkeit. Wenn es nach dem Zeitplan von Johannes Blank geht, könnte die Eröffnung im Sommer 2024 stattfinden.

Neue Liste Ebermannstadt

Christiane Meyer, 1. Vorsitzende
Debert 7b, 91320 Ebermannstadt